Kabel-Internet fällt aus – meistens dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Bei mir war das lange Dauerzustand: ständige Störungen am Kabelanschluss, und ein Haus, in dem Wärmepumpe, PV-Anlage, Smart-Home-Steuerung und Homeoffice am Netz hängen. Meine Lösung, der Ausfallschutz FritzBox, besteht aus zwei Teilen: einem LTE-Backup-Router, der die FritzBox automatisch weiterversorgt, und einem Monitoring in Home Assistant, das jeden Ausfall und jede Umschaltung mitschreibt.
In diesem Artikel zeige ich dir beide Teile im Detail: wie der Ausfallschutz FritzBox funktioniert, warum die FritzBox dir selbst nicht verrät, wann sie auf LTE umgeschaltet hat, und wie du das mit einem einzigen Template-Sensor, ein paar Helfern und einer Automation sauber erkennst, zählst, zeitlich auswertest und dir per Push melden lässt. Am Ende steht ein Dashboard, das auf einen Blick zeigt, wie zuverlässig dein Anschluss wirklich ist – mit echten Zahlen aus meinem Setup, statt Bauchgefühl.
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Warum ein Ausfallschutz FritzBox – und warum ein Monitoring dazu?
Ein LTE-Backup, das still im Hintergrund einspringt, ist praktisch – aber genau das ist auch das Problem: Wenn alles automatisch klappt, merkst du gar nicht, dass dein Kabelanschluss schon wieder gestört war. Du bemerkst es erst, wenn das Backup mal nicht greift oder das Datenvolumen der SIM-Karte aufgebraucht ist. Ein Monitoring beantwortet deshalb Fragen, die man sonst nur schätzt:
- Wie oft fällt mein Anschluss tatsächlich aus – und wie lange?
- Wie viele Stunden liefen Haus und Smart Home über LTE (relevant für Volumentarife und Fair-Use-Grenzen)?
- Springt der Ausfallschutz zuverlässig ein – und wie schnell?
- Habe ich handfeste Zahlen für die Reklamation beim Kabelanbieter?
Gerade der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen: „Es fällt ständig aus“ ist ein Gefühl, „6 Ausfälle mit zusammen über 72 Stunden im Backup-Modus, jeweils mit Zeitstempel“ ist ein Beleg.
Ausfallschutz FritzBox: So funktioniert das Failsafe-Feature
AVM hat den Ausfallschutz („Failsafe“) mit FRITZ!OS 8.20 eingeführt. Die Grundidee: Die FritzBox überwacht ihre Hauptverbindung und schaltet bei einem Ausfall automatisch auf einen zweiten Internetzugang um – entweder einen per USB angeschlossenen Mobilfunk-Stick oder einen zweiten Router, der per Netzwerkkabel am LAN-Port hängt. Sobald die Hauptverbindung wieder steht, wechselt die FritzBox zurück. Eine gute Schritt-für-Schritt-Einrichtung findest du bei PC-Welt.
Wichtige Voraussetzungen, die man gerne übersieht:
- Ein aktuelles FRITZ!OS (8.20 oder neuer) auf der FritzBox.
- Unterschiedliche IP-Netze: Die FritzBox nutzt werkseitig 192.168.178.x. Der Backup-Router muss ein anderes Subnetz verwenden, sonst gibt es Adresskonflikte und die Umschaltung funktioniert nicht.
- Der Backup-Router ist nicht Teil des FRITZ!Mesh – er ist für die FritzBox nur ein weiterer Internetzugang, kein Mesh-Gerät.
- Ein funktionierender Mobilfunkzugang: SIM-Karte mit passendem Datentarif, PIN entsperrt, ausreichender Empfang am Aufstellort.
Mein Aufbau: FRITZ!Box 6670 Cable und TP-Link TL-MR100
Bei mir ist die primäre Verbindung ein Kabelanschluss an einer FRITZ!Box 6670 Cable. Als Backup dient ein TP-Link TL-MR100, ein kompakter LTE-Router mit SIM-Slot. Er hängt per Netzwerkkabel am LAN4-Port der FritzBox. Auf der FritzBox ist dieser Port für den Ausfallschutz als zusätzlicher Internetzugang im IP-Client-Modus eingerichtet: Die FritzBox bezieht dann vom TL-MR100 per DHCP eine Adresse und nutzt ihn als Gateway ins Internet.
Die Einstellungen zum Ausfallschutz findest du in der FritzBox-Oberfläche im Bereich Internet (Zugangsdaten). Die genaue Menübezeichnung kann je nach FRITZ!OS-Version leicht abweichen. Achte beim TL-MR100 darauf, dass sein LAN-Subnetz nicht mit dem der FritzBox kollidiert, und stelle SIM-PIN und APN vorher direkt im Router ein – der Router muss auch ohne FritzBox selbstständig online gehen können.
Zur Hardware: Der TL-MR100 ist ein einfacher 4G-Router (LTE Cat4, bis zu 150 Mbit/s im Download) mit SIM-Slot, 2,4-GHz-WLAN und zwei 100-Mbit/s-Ethernet-Ports. Für ein Backup reicht das völlig: Mehr als 100 Mbit/s bekommt man über den LAN-Port zwar nicht heraus, aber für Smart Home, Fernzugriff, PV-Monitoring und das Nötigste im Homeoffice ist das im Ernstfall mehr als genug. Sein WLAN brauchst du für den Ausfallschutz nicht – die FritzBox und deine Access Points versorgen das Haus weiterhin.
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Das Problem: Die FritzBox sagt dir nicht, dass sie umgeschaltet hat
Der Ausfallschutz FritzBox funktioniert – aber Home Assistant erfährt davon zunächst nichts. Die AVM-FRITZ!Box-Tools-Integration liefert zwar den Verbindungsstatus (binary_sensor.fritz_box_6670_cable_verbindung) und die externe IP-Adresse (sensor.fritz_box_6670_cable_externe_ip), aber keinen Sensor der sagt: „Ich laufe gerade über den Backup-Zugang.“
Die Lösung ist ein kleiner Trick, der sich aus der Funktionsweise ergibt: Solange die FritzBox über das Kabel online ist, ist ihre „externe“ Adresse die des Kabelanbieters. Sobald sie über den LTE-Router läuft, bekommt sie ihre WAN-Adresse vom TL-MR100 – und das ist eine private Adresse aus dem Heimnetz-Bereich (192.168.x.x, 10.x.x.x oder 172.16–31.x.x). Ob die externe IP privat ist, lässt sich in Home Assistant in einer Zeile prüfen.
Schritt 1: Den Ausfallschutz FritzBox als Binary-Sensor erkennen
Lege unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer → Helfer erstellen → Template → Binärer Sensor einen neuen Helfer mit dem Namen Ausfallschutz aktiv an. Als Geräteklasse wähle Konnektivität und trage folgendes Template ein:
{% set ip = states('sensor.fritz_box_6670_cable_externe_ip') %}
{{ ip is match('^(192\.168\.|10\.|172\.(1[6-9]|2[0-9]|3[0-1])\.)') }}Code-Sprache: JavaScript (javascript)
Das reguläre Muster prüft, ob die externe IPv4-Adresse in einem der drei privaten Adressbereiche nach RFC 1918 liegt. Ist das der Fall, hängt die FritzBox hinter dem LTE-Router, und der Sensor steht auf an. Die Entität heißt dann binary_sensor.ausfallschutz_aktiv.
Zwei Hinweise dazu aus der Praxis:
- Kein IPv4-Anschluss im Normalbetrieb? Viele Kabelanbieter liefern Anschlüsse mit DS-Lite, bei denen die FritzBox keine öffentliche IPv4-Adresse bekommt. Bei mir ist die Entität
sensor.fritz_box_6670_cable_externe_ipim Normalbetrieb tatsächlich leer. Das ist für die Erkennung kein Problem, weil ein leerer Wert nicht auf das Muster passt und der Sensor korrekt aus bleibt. Wichtig ist nur, dass beim LTE-Backup eine private Adresse erscheint. - Prüfe das einmal aktiv: Ziehe zum Test das Kabel-Koax-Anschlusskabel ab (oder trenne die Verbindung im FritzBox-Menü) und beobachte, ob der Sensor kippt. Erst dann kannst du dem Monitoring vertrauen.
Ein lesbarer Status für das Dashboard
Für die Anzeige lege ich einen zweiten Template-Helfer (Typ Sensor) namens Aktive Internetverbindung an, der die technische Information in Klartext übersetzt:
{{ 'LTE-Backup (Ausfallschutz)' if is_state('binary_sensor.ausfallschutz_aktiv', 'on') else 'FritzBox Kabel' }}Code-Sprache: JavaScript (javascript)
Schritt 2: Die Helfer für Zähler, Zeitstempel und Dauer
Damit aus einzelnen Ereignissen eine Statistik wird, brauche ich ein paar einfache Helfer. Alle lassen sich in der Oberfläche unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Helfer anlegen:
| Helfer | Typ | Zweck |
|---|---|---|
counter.internet_ausfalle_gesamt | Zähler | Zählt jeden Ausfall der Kabelverbindung |
counter.ausfallschutz_aktivierungen | Zähler | Zählt, wie oft der LTE-Ausfallschutz eingesprungen ist |
input_datetime.letzter_internetausfall | Datum und Uhrzeit | Zeitstempel des letzten Kabel-Ausfalls |
input_datetime.letzte_ausfallschutz_aktivierung | Datum und Uhrzeit | Zeitstempel der letzten Umschaltung auf LTE |
input_number.ausfallschutz_dauer_gesamt | Zahl | Summe aller abgeschlossenen Backup-Phasen in Minuten |
Bei den Zählern lasse ich die Option Wiederherstellen aktiviert, damit die Werte einen Neustart überleben. Beim input_number ist der Maximalwert ein häufiger Stolperstein: Die Gesamtdauer wächst über Wochen und Monate weiter. Setze das Maximum deshalb großzügig (z. B. 1.000.000) und die Schrittweite auf 0,1 – sonst schlägt input_number.set_value irgendwann mit einer Fehlermeldung fehl, und die Summe bleibt stehen.
Schritt 3: Automation für den Ausfallschutz FritzBox – protokollieren, zählen, benachrichtigen
Herzstück ist eine einzige Automation mit vier Triggern und einer choose-Aktion. Jeder Trigger bekommt eine ID, über die in den Aktionen entschieden wird, was zu tun ist. So bleibt die gesamte Logik an einer Stelle, statt auf drei Automationen verteilt zu sein. Wenn du mit Trigger-IDs noch nicht viel gearbeitet hast, hilft dir auch mein Einsteiger-Artikel: Home Assistant für Einsteiger.
alias: Internet-Ausfall & Ausfallschutz protokollieren
description: >-
Zählt Kabel-Ausfälle und LTE-Ausfallschutz-Aktivierungen, setzt Zeitstempel,
schreibt ins Logbuch und sendet eine Push-Benachrichtigung.
mode: queued
triggers:
- trigger: state
entity_id: binary_sensor.fritz_box_6670_cable_verbindung
to: "off"
id: ausfall_start
- trigger: state
entity_id: binary_sensor.fritz_box_6670_cable_verbindung
to: "unavailable"
id: ausfall_start
- trigger: state
entity_id: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
to: "on"
id: backup_start
- trigger: state
entity_id: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
to: "off"
id: backup_ende
actions:
- choose:
# 1) Kabel-Verbindung ist ausgefallen
- conditions:
- condition: trigger
id: ausfall_start
sequence:
- action: counter.increment
target:
entity_id: counter.internet_ausfalle_gesamt
- action: input_datetime.set_datetime
target:
entity_id: input_datetime.letzter_internetausfall
data:
datetime: "{{ now().strftime('%Y-%m-%d %H:%M:%S') }}"
- action: logbook.log
data:
name: Internet
message: Internetverbindung (Kabel) ausgefallen
entity_id: binary_sensor.fritz_box_6670_cable_verbindung
# 2) LTE-Ausfallschutz ist eingesprungen
- conditions:
- condition: trigger
id: backup_start
sequence:
- action: counter.increment
target:
entity_id: counter.ausfallschutz_aktivierungen
- action: input_datetime.set_datetime
target:
entity_id: input_datetime.letzte_ausfallschutz_aktivierung
data:
datetime: "{{ now().strftime('%Y-%m-%d %H:%M:%S') }}"
- action: logbook.log
data:
name: Ausfallschutz
message: LTE-Ausfallschutz aktiviert – Kabel-Internet ist gestört
entity_id: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
- action: notify.mobile_app_<dein_geraet>
data:
title: "⚠️ Ausfallschutz aktiv"
message: >-
Das Kabel-Internet ist ausgefallen, die FritzBox läuft jetzt
über den LTE-Backup-Router.
# 3) Kabel-Internet ist zurück, Backup beendet
- conditions:
- condition: trigger
id: backup_ende
sequence:
- action: input_number.set_value
target:
entity_id: input_number.ausfallschutz_dauer_gesamt
data:
value: >-
{{ (states('input_number.ausfallschutz_dauer_gesamt') | float(0))
+ (((now() - trigger.from_state.last_changed).total_seconds() / 60) | round(1)) }}
- action: logbook.log
data:
name: Ausfallschutz
message: LTE-Ausfallschutz beendet – Kabel-Internet ist wieder da
entity_id: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
- action: notify.mobile_app_<dein_geraet>
data:
title: "✅ Kabel-Internet wieder da"
message: >-
Der Ausfallschutz wurde beendet, ihr seid wieder auf der
normalen Kabelverbindung.Code-Sprache: PHP (php)
Ersetze notify.mobile_app_<dein_geraet> durch den Notify-Dienst deines Smartphones aus der Home-Assistant-Companion-App. Den genauen Namen findest du in den Entwicklerwerkzeugen unter Aktionen.
Was in dieser Automation steckt – und warum
- Zwei Trigger für „Ausfall“: Die Kabel-Verbindung kann auf
offoder aufunavailablegehen, etwa wenn die FritzBox neu startet oder die Integration keine Antwort bekommt. Beide Trigger tragen dieselbe IDausfall_startund laufen in denselben Zweig. mode: queued: Bei Störungen springen Zustände manchmal in kurzer Folge um. Mitqueuedwerden alle Ereignisse nacheinander abgearbeitet und keines geht verloren (beisinglewürde ein zweiter Trigger während der Laufzeit verworfen).- Die Dauer kommt aus
trigger.from_state.last_changed: Beim Ende des Backups steht im Trigger noch der Vorzustand an mit dem Zeitpunkt, seit dem er bestand. Die Differenz zu jetzt ist die Länge dieser Backup-Phase, die ich in Minuten auf die Gesamtdauer addiere. - Das Logbuch als Ereignisprotokoll: Mit
logbook.logschreibe ich Klartext-Einträge ins Logbuch. Später siehst du dort chronologisch, wann welche Störung war, ohne in Verlaufsgrafiken suchen zu müssen. - Push nur bei Backup-Start und -Ende: Eine Meldung bei jedem einzelnen Ausfall-Flackern würde nerven. Wer eine Meldung erhält, weiß: Es ist wirklich ernst genug, dass LTE eingesprungen ist.
Schritt 4: Abgeleitete Sensoren für Dashboard und Statistik
Die Zähler und der Zeitstempel reichen für die Protokollierung. Fürs Dashboard baue ich mir drei weitere Auswertungen.
Gesamtdauer im Backup-Modus – inklusive laufender Phase
Die Summe in input_number.ausfallschutz_dauer_gesamt enthält nur abgeschlossene Backup-Phasen. Läuft das Backup gerade, würde die Anzeige stehen bleiben, bis das Kabel wieder da ist. Deshalb rechnet ein Template-Sensor (Ausfallschutz Gesamtdauer, Einheit h) die laufende Phase live dazu:
{% set base = states('input_number.ausfallschutz_dauer_gesamt') | float(0) %}
{% set live = 0 %}
{% if is_state('binary_sensor.ausfallschutz_aktiv', 'on') %}
{% set start_ts = state_attr('input_datetime.letzte_ausfallschutz_aktivierung', 'timestamp') %}
{% if start_ts is not none %}
{% set live = (now().timestamp() - start_ts) / 60 %}
{% endif %}
{% endif %}
{{ ((base + live) / 60) | round(2) }}Code-Sprache: JavaScript (javascript)
Alle Werte werden in Minuten gerechnet und erst am Ende in Stunden umgerechnet. Die laufende Phase leitet sich aus dem Zeitstempel der letzten Aktivierung ab, den die Automation beim Umschalten setzt.
Aktivierungen pro Woche mit dem Utility Meter
Wie viele Umschaltungen gab es diese Woche? Dafür verwende ich ein Utility Meter. Es braucht einen Sensor als Quelle, der Zähler selbst taugt dafür nicht. Deshalb gibt es zuerst einen kleinen Template-Sensor Ausfallschutz Aktivierungen Stand, der den Zählerwert als Zahl bereitstellt:
{{ states('counter.ausfallschutz_aktivierungen') | int(0) }}Code-Sprache: JavaScript (javascript)
Als Einheit trage ich „Aktivierungen“ ein und als Zustandsklasse total_increasing. Darauf setzt das Utility Meter Ausfallschutz Aktivierungen diese Woche auf, mit wöchentlichem Zyklus. Es setzt sich automatisch zurück und zeigt dir, ob sich die Störungen in einer bestimmten Woche häufen.
Schritt 5: Das Dashboard
Alles zusammen kommt auf ein eigenes Dashboard „FritzBox“. Ganz oben steht der Ausfallschutz-Bereich: eine große Statuskarte, die grün leuchtet, solange das Kabel läuft, und rot, sobald LTE aktiv ist. Darunter Kacheln für die Zähler, die Gesamtdauer und die beiden Zeitstempel und ein Verlaufsdiagramm über sieben Tage, das Kabel-Verbindung und Ausfallschutz übereinanderlegt.
Für die große Statuskarte nutze ich die Mushroom Template Card aus den Mushroom Cards (per HACS installierbar). Alle anderen Karten sind Standardkarten von Home Assistant:
type: grid
cards:
- type: heading
heading: Ausfallschutz
icon: mdi:signal-4g
heading_style: title
- type: custom:mushroom-template-card
entity: sensor.aktive_internetverbindung
icon: mdi:signal-4g
icon_color: |
{% if is_state('binary_sensor.ausfallschutz_aktiv', 'on') %}
red
{% else %}
green
{% endif %}
primary: Aktive Verbindung
secondary: "{{ states('sensor.aktive_internetverbindung') }}"
vertical: true
grid_options:
columns: full
rows: 2
- type: tile
entity: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
name: Ausfallschutz Status
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: counter.internet_ausfalle_gesamt
name: Internet-Ausfälle gesamt
icon: mdi:wifi-off
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: counter.ausfallschutz_aktivierungen
name: Ausfallschutz-Aktivierungen gesamt
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: sensor.ausfallschutz_aktivierungen_diese_woche
name: Aktivierungen diese Woche
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: sensor.ausfallschutz_gesamtdauer
name: Gesamtdauer im Backup-Modus
icon: mdi:timer-sand
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: input_datetime.letzte_ausfallschutz_aktivierung
name: Letzte Aktivierung
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: tile
entity: input_datetime.letzter_internetausfall
name: Letzter Internetausfall
grid_options: { columns: 6, rows: 1 }
- type: history-graph
title: Ausfallschutz-Verlauf (7 Tage)
hours_to_show: 168
grid_options: { columns: full, rows: 4 }
entities:
- entity: binary_sensor.ausfallschutz_aktiv
name: Ausfallschutz aktiv
- entity: binary_sensor.fritz_box_6670_cable_verbindung
name: Kabel-InternetCode-Sprache: PHP (php)
Die übrigen Bereiche meines FritzBox-Dashboards sind reine Zusatzinfos aus der FRITZ!Box-Integration: Durchsatz (Download/Upload, Monatsvolumen), Verbindungsstatus mit externer IP, WLAN-Schalter samt Gast-QR-Code sowie Firmware- und Neustart-Buttons. Die Status-Kachel „Aktive Internetverbindung“ habe ich außerdem ins Haupt-Dashboard gelegt, damit ich den Backup-Zustand im Alltag sofort sehe.
Meine Zahlen: Was der Ausfallschutz FritzBox im Alltag leistet
Stand 30.09.2026 zeigt mein Dashboard folgende Werte:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ausfälle der Kabelverbindung (gesamt) | 6 |
| Aktivierungen des LTE-Ausfallschutzes (gesamt) | 5 |
| Gesamtdauer im Backup-Modus | 72,42 Stunden (rund 4.345 Minuten) |
| Durchschnitt pro Aktivierung | rund 14,5 Stunden |
| Letzter Ausfall | 05.09.2026, 22:14:06 Uhr |
| Letzte Ausfallschutz-Aktivierung | 05.09.2026, 22:14:12 Uhr |
Ein paar Dinge fallen beim Lesen dieser Zahlen auf:
- Die Umschaltung ist schnell: Zwischen dem Ausfall der Kabelverbindung und dem Zeitstempel der Aktivierung liegen beim letzten Ereignis nur 6 Sekunden. Für Smart-Home-Steuerung, Fernzugriff und die meisten Anwendungen ist das kaum spürbar – laufende Videokonferenzen oder offene Verbindungen brechen bei einem Wechsel der Verbindung aber trotzdem meist ab und müssen neu aufgebaut werden.
- Es sind keine Mikro-Aussetzer, sondern längere Störungen: Der Durchschnitt von rund 14,5 Stunden pro Aktivierung ist ein Mittelwert. Er sagt nichts über die Verteilung aus, zeigt aber: Ohne Backup wäre das Haus mehrfach viele Stunden offline gewesen.
- Sechs Ausfälle, aber nur fünf Aktivierungen: Bei mindestens einem Ausfall hat der Ausfallschutz nicht separat gezählt. Mögliche Gründe sind ein kurzes Aussetzen, das vor der Umschaltung schon wieder vorbei war, oder eine Störung aus der Zeit, bevor die Aktivierungs-Zählung eingerichtet war. Genau solche Unterschiede sind der Grund, warum ich beide Zähler getrennt führe – und ein guter Anlass, im Logbuch nachzusehen.
Typische Stolpersteine
- Der Sensor „Ausfallschutz aktiv“ schaltet nie um: Prüfe in den Entwicklerwerkzeugen, welche Adresse
sensor.fritz_box_6670_cable_externe_ipim Backup-Betrieb tatsächlich zeigt. Bei einem Backup-Router mit besonderem Adressbereich oder einer anderen Betriebsart des Routers muss das Muster gegebenenfalls angepasst werden. - Backup-Router im gleichen Subnetz: FritzBox und LTE-Router dürfen nicht dasselbe IP-Netz verwenden. Das ist bei der FritzBox mit 192.168.178.x häufig der Grund, wenn die Umschaltung nicht sauber läuft.
- Dauer stimmt nach einem HA-Neustart nicht: Startet Home Assistant während das Backup läuft, kann
from_state.last_changedauf den Neustartzeitpunkt zurückgesetzt sein. Die Phase wird dann zu kurz gerechnet. Bei seltenen Neustarts ist das vernachlässigbar, für exakte Zahlen taugt sonst ein History-Stats-Sensor als Gegenprobe. - input_number-Maximum zu klein: Siehe Schritt 2 – die Summe darf nicht am Limit scheitern.
- Datenvolumen der SIM-Karte: Während Haus und Smart Home über LTE laufen, zählt jedes Update, jeder Cloud-Dienst und jeder Stream mit. Behalte die Gesamtdauer im Auge und prüfe, ob dein Tarif für längere Störungen reicht.
Ausbaustufen: Was du daraus noch machen kannst
- Verbraucher drosseln, solange LTE läuft: Cloud-Backups, große Downloads oder Streams lassen sich per Automation pausieren, sobald
binary_sensor.ausfallschutz_aktivauf an geht. - Dauer pro Störung mitschreiben: Statt nur die Summe zu führen, kannst du die Länge jeder einzelnen Phase in einem Sensor oder einer Datei ablegen und so Ausreißer erkennen.
- Statistik über Monate: Mit dem Utility Meter lassen sich auch Monatswerte bilden – nützlich als Argumentation gegenüber dem Anbieter.
- Kritische Systeme absichern: Fernzugriff, PV-Monitoring und Wärmepumpen-Steuerung bleiben durch den Ausfallschutz erreichbar. Wie das Ganze in mein Gesamtsystem eingebettet ist, beschreibe ich in Mein Home-Assistant-Setup 2026.
Wenn dich das Prinzip interessiert, einen Zustand aus einem anderen Messwert abzuleiten – hier die private IP als Indikator für „Backup aktiv“ –, dann schau dir auch Gerätezustände über Stromverbrauch erkennen an. Dort geht es um dasselbe Muster mit einem anderen Signal.
Die verwendete Hardware auf einen Blick
| Hardware | Aufgabe |
|---|---|
| FRITZ!Box 6670 Cable* | Zentraler Router am Kabelanschluss, stellt den Ausfallschutz bereit |
| TP-Link TL-MR100* | LTE-Backup-Router am LAN4-Port der FritzBox |
| SIM-Karte mit Datentarif | Mobilfunkzugang für den Backup-Router |
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Wie diese Komponenten in mein Gesamtsystem eingebettet sind, inklusive Netzwerkschrank und Access Points, zeige ich im Artikel Mein Home-Assistant-Setup 2026.
Fazit
Der Ausfallschutz FritzBox nimmt dir im Ernstfall das Problem ab – das Monitoring in Home Assistant gibt dir die Transparenz dazu. Mit einem Template-Sensor, fünf Helfern, einer Automation und ein paar Dashboard-Karten weißt du jederzeit, worüber dein Haus gerade ins Internet geht, wie oft der Anschluss ausfällt und wie lange das Backup im Einsatz war. Bei mir haben die Zahlen gezeigt, dass das Backup kein Luxus ist: über 72 Stunden LTE-Betrieb in wenigen Wochen sprechen für sich.
Hast du einen anderen Backup-Router im Einsatz oder eine bessere Möglichkeit, den Umschaltzustand zu erkennen? Schreib es gern in die Kommentare.
Häufige Fragen
Brauche ich zwingend eine zweite FritzBox als Backup?
Nein. Für den Ausfallschutz der FritzBox genügt ein zweiter Internetzugang, etwa ein per Kabel angeschlossener LTE-Router eines anderen Herstellers oder ein USB-Mobilfunkstick. In meinem Fall ist es ein TP-Link TL-MR100.
Erkennt Home Assistant den Ausfallschutz FritzBox automatisch?
Nicht von allein. Die FRITZ!Box-Integration liefert Verbindungsstatus und externe IP, aber keinen „Backup aktiv“-Status. Erst der Template-Sensor, der die externe IP auf einen privaten Adressbereich prüft, macht den Zustand in Home Assistant sichtbar.
Was kostet mich der Betrieb des LTE-Backups?
Das hängt vom Tarif der SIM-Karte ab. Da das Backup nur bei Störungen genutzt wird, reicht oft ein günstiger Datentarif. Prüfe aber die Drosselgrenzen und behalte die Gesamtdauer im Backup-Modus im Blick.
Funktioniert das auch mit einer FritzBox für DSL oder Glasfaser?
Grundsätzlich ja: Der Ausfallschutz ist unabhängig vom Anschlusstyp. Die Erkennung über die private externe IP funktioniert immer dann, wenn die FritzBox beim Backup-Betrieb eine private WAN-Adresse vom LTE-Router bekommt.