Im zweiten Teil dieser Serie ging es um Markt und Kosten – wo du kaufst und was es wirklich kostet, je nachdem ob Fachbetrieb, Einzelbeschaffung oder Balkonkraftwerk-Set. Die Zahlen aus Teil 2 werfen aber automatisch die nächste Frage auf: Wie viel davon kann man eigentlich selbst machen? Kann man eine PV-Anlage selber montieren, wo sollte eine Elektrofachkraft übernehmen und lohnt sich die Eigenleistung am Ende wirklich?
Genau darum geht es in diesem letzten Teil der Serie. Ich zeige dir nicht nur die grundsätzliche Trennung zwischen mechanischer Montage und Elektroinstallation, sondern auch, welche Arbeiten ich bei meiner eigenen 8,46-kWp-Anlage selbst übernommen habe, wo meine persönlichen Grenzen lagen und welche Erfahrungen ich aus der tatsächlichen Umsetzung mitgenommen habe.
Meine Anlage besteht aus 18 Modulen mit jeweils 470 Wp, einem GoodWe-Hybridwechselrichter und einer aufgeständerten Unterkonstruktion auf dem Flachdach. Die Module sind auf zwei Strings mit jeweils neun Modulen aufgeteilt. Die einzelnen Komponenten und warum ich mich für genau diesen Aufbau entschieden habe, findest du ausführlich in Teil 1: Die Komponenten meiner 8,46-kWp-Anlage.
Die rechtliche Trennlinie: Eigenleistung vs. Elektroinstallation
Bei der Eigenmontage einer PV-Anlage wird häufig vereinfacht von einer Trennung zwischen DC-Seite und AC-Seite gesprochen. Als grobe Orientierung ist das verständlich, rechtlich und technisch ist mir diese Formulierung inzwischen aber zu pauschal.
Sauberer ist die Unterscheidung zwischen mechanischen Arbeiten und elektrotechnischen Arbeiten. Module aufs Dach zu bringen, eine Unterkonstruktion aufzubauen oder vorgesehene Leitungswege vorzubereiten ist etwas anderes, als elektrische Verbindungen herzustellen, Schutzmaßnahmen zu beurteilen oder die Anlage mit dem Hausnetz zu verbinden.
| Bereich | Typische Arbeiten | Meine Umsetzung |
|---|---|---|
| Mechanische Montage | Unterkonstruktion, Aufständerung, Module befestigen, Leitungswege vorbereiten | weitgehend selbst ausgeführt |
| DC-Bereich | Stringplanung, PV-Leitungen und Steckverbindungen, Anschluss am Wechselrichter | vorher mit dem Elektriker abstimmen |
| AC-Bereich | Wechselrichter-Ausgang, Unterverteilung, Zählerschrank, Schutzorgane, Netzanschluss | Elektrofachkraft |
| Prüfung und Inbetriebnahme | Messungen, Schutzprüfung, Dokumentation und Inbetriebnahme | Elektrofachkraft |
Bei meiner Anlage habe ich einen großen Teil der praktischen Vorarbeiten selbst erledigt. Dazu gehörten insbesondere die Unterkonstruktion auf dem Flachdach, das Aufständern und Befestigen der 18 Module und die Vorbereitung der Leitungswege.
Die elektrotechnische Seite sollte dagegen nicht nach dem Prinzip „Das sind doch nur zwei Stecker“ betrachtet werden. Gerade auf der DC-Seite können bei einer Reihenschaltung mehrerer Module erhebliche Gleichspannungen entstehen. Ein ausgeschalteter Wechselrichter bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die Leitungen der Module spannungsfrei sind – sobald Licht auf die Module fällt, erzeugen sie Spannung.
Deshalb würde ich jedem, der Eigenleistung plant, empfehlen, die genaue Aufteilung der Arbeiten vorher mit der Elektrofachkraft abzustimmen, die später Anschluss, Prüfung und Inbetriebnahme übernimmt.
Für Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung gelten die Vorgaben der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV). Der Anschluss an das Hausnetz, Arbeiten im Zählerschrank und die fachgerechte Prüfung und Inbetriebnahme sind deshalb keine Bereiche, bei denen ich experimentieren würde. Bei meiner Anlage hat diesen Teil ein befreundeter Elektriker übernommen.
Den Elektriker würde ich immer vor der Montage einbinden
Das ist rückblickend wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte des gesamten Projekts: Wenn du Eigenleistung planst, solltest du nicht zuerst Module, Wechselrichter und Unterkonstruktion bestellen und anschließend jemanden suchen, der die fertige Anlage nur noch anschließt.
Der sinnvollere Weg ist genau andersherum. Noch bevor die eigentliche Montage beginnt, sollte geklärt sein, welche Arbeiten du selbst übernehmen kannst und welche Arbeiten die Elektrofachkraft ausführen möchte beziehungsweise muss.
- Welche Arbeiten möchtest du selbst übernehmen?
- Welche Arbeiten übernimmt der Elektriker?
- Wie sollen Wechselrichter und Unterverteilung aufgebaut werden?
- Welche Leitungsquerschnitte und Schutzorgane sind vorgesehen?
- Wie werden die Strings ausgeführt?
- Wo sitzt das Smart Meter?
- Wie erfolgt die Kommunikation zwischen Smart Meter und Wechselrichter?
- Welche Unterlagen und Prüfungen werden für die Inbetriebnahme benötigt?
Solche Fragen lassen sich deutlich entspannter klären, solange noch kein einziges Modul montiert ist.
Im schlechtesten Fall baut man ansonsten eine technisch funktionierende Anlage auf und stellt anschließend fest, dass die Elektrofachkraft bestimmte Details anders ausgeführt haben möchte. Dann wird aus vermeintlich eingesparter Arbeitszeit schnell doppelte Arbeit.
Bei meiner Anlage war diese Schnittstelle von Anfang an klar. Genau das hat es mir ermöglicht, einen großen Teil der Arbeiten selbst zu übernehmen, ohne beim späteren Anschluss der Anlage vor grundlegenden Problemen zu stehen.
Eigenmontage heißt nicht einfach zusammenstecken
Mechanisch ist eine PV-Anlage zunächst erstaunlich überschaubar. Unterkonstruktion ausrichten, Module positionieren, befestigen und Leitungen verlegen – vieles davon ist mit handwerklicher Erfahrung gut nachvollziehbar.
Die Details entscheiden aber darüber, ob die Anlage am Ende nur irgendwie funktioniert oder dauerhaft sauber aufgebaut ist.
Bei der Modulmontage sollte beispielsweise nicht nur darauf geachtet werden, dass die Module fest sitzen. Kabel dürfen später nicht lose auf dem Dach liegen, über scharfe Kanten laufen oder dauerhaft unter mechanischer Spannung stehen. Steckverbindungen sollten nicht dort liegen, wo sich Wasser sammeln kann, und Leitungswege sollten so geplant sein, dass man auch Jahre später noch nachvollziehen kann, welches Kabel wohin führt.
Auch bei Steckverbindern würde ich nicht improvisieren. Eine Verbindung, die äußerlich geschlossen aussieht, ist nicht automatisch elektrisch und mechanisch sauber hergestellt. Gerade bei einer Anlage, die anschließend viele Jahre Wind, Feuchtigkeit, Hitze und Frost ausgesetzt ist, lohnt sich hier sorgfältiges Arbeiten.
Ein weiterer Punkt ist die Dokumentation. Stringaufteilung, Leitungswege und die Position wichtiger Komponenten sollte man nicht nur im Kopf haben. Bei einer selbst geplanten Anlage lohnt es sich, diese Informationen nachvollziehbar festzuhalten. Spätestens bei einer späteren Erweiterung, Wartung oder Fehlersuche zahlt sich das aus.
Gewährleistung und Versicherung bei Eigenmontage
Neben der eigentlichen Montage gibt es zwei Punkte, die bei der Entscheidung für Eigenleistung gerne untergehen: Gewährleistung und Versicherung.
Bei einem schlüsselfertigen Komplettpaket gibt es einen Auftragnehmer, der für seine Werkleistung einstehen muss. Wenn du Teile der Anlage selbst montierst, gibt es für genau diese eigene Arbeit natürlich keinen ausführenden Betrieb, gegenüber dem du später einen Montagefehler reklamieren kannst.
Davon zu unterscheiden sind die Gewährleistungsrechte beim Kauf der Komponenten und freiwillige Herstellergarantien. Ein Hersteller kann beispielsweise eine Produkt- oder Leistungsgarantie auf ein Modul geben. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Schäden abgedeckt sind, die durch eine fehlerhafte Montage entstanden sind.
Deshalb lohnt sich ein Blick in die Garantiebedingungen der jeweiligen Komponenten.
Ähnlich sieht es bei der Versicherung aus. Ich würde eine neu installierte PV-Anlage immer gegenüber der Wohngebäudeversicherung angeben und konkret nachfragen, ob sie im bestehenden Vertrag eingeschlossen ist und welche Bedingungen gelten.
Entscheidend ist nicht nur, ob „Photovoltaik“ irgendwo im Vertrag steht. Interessant sind beispielsweise Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer, Überspannung oder auch Schäden an anderen Sachen durch die Anlage. Bei Eigenmontage würde ich außerdem ausdrücklich angeben, welche Arbeiten selbst ausgeführt wurden.
So weiß man vor einem möglichen Schaden, woran man ist – und nicht erst danach.
PV-Anlage selber montieren: Was ging gut, wo waren meine Grenzen?
Bei meiner eigenen Anlage hat erstaunlich viel in Eigenregie problemlos funktioniert. Die Unterkonstruktion auf dem Flachdach aufzubauen, die 18 Module aufzulegen, auszurichten und zu befestigen war zwar Arbeit, aber handwerklich kein Hexenwerk.
Auch die Umsetzung der Leitungswege war gut machbar, weil deren Verlauf bereits vorher geplant war. Gerade dieser Punkt wird meiner Meinung nach schnell unterschätzt: Der beste Platz für den Wechselrichter ist nicht automatisch der Platz, an dem die Installation insgesamt am einfachsten wird.
Man muss das Gesamtsystem betrachten – Module, Stringaufteilung, DC-Leitungswege, Wechselrichter, Smart Meter, Kommunikation, AC-Anbindung und Batteriespeicher. Wenn diese Punkte bereits vor Beginn der Montage zusammengedacht werden, wird die eigentliche Umsetzung erheblich übersichtlicher.
Für einfache Kontrollmessungen während meiner Arbeiten habe ich ein digitales Multimeter verwendet. Ich nutze dafür ein günstiges AstroAI-Multimeter. Für einfache Messaufgaben und Kontrollen reicht mir das vollkommen aus.
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Wichtig: Ein einfaches Multimeter ersetzt weder die vorgeschriebenen Prüfungen einer elektrischen Anlage noch geeignete Prüfgeräte und die erforderliche Fachkenntnis. Insbesondere Arbeiten an Netzspannung gehören in fachkundige Hände.
Meine Grenze lag dort, wo aus handwerklicher Montage Elektroinstallation wurde. Den finalen Anschluss ans Hausnetz, die Arbeiten an der Verteilung beziehungsweise am Zählerplatz sowie die fachgerechte Prüfung und Inbetriebnahme hat mein Elektriker übernommen.
Diese Aufteilung würde ich heute wieder genauso wählen. Nicht, weil Eigenleistung möglichst weit getrieben werden muss, sondern weil genau diese Kombination für mich sinnvoll war: selbst erledigen, was ich sinnvoll vorbereiten und montieren kann, und dort einen Fachmann übernehmen lassen, wo elektrische Sicherheit und fachgerechte Prüfung entscheidend werden.
Was sich durch die detaillierte Planung ausgezahlt hat
Ein Punkt, den ich rückblickend genauso wieder machen würde, ist die detaillierte Planung vor der eigentlichen Montage. Meine Anlage ist nicht während des Aufbaus Stück für Stück entstanden. Bevor die Module aufs Dach kamen, stand für mich bereits fest, wie die Anlage aufgebaut werden sollte.
Dazu gehörten die Position der 18 Module auf dem Flachdach, die Aufteilung auf zwei Strings mit jeweils neun Modulen, die Leitungswege, der Standort des Wechselrichters und des Batteriespeichers sowie die Einbindung des GoodWe Smart Meters. Auch die notwendige elektrische Infrastruktur zwischen Haus, Werkstatt und Garage war Teil der Planung.
Gerade bei einer Anlage in Eigenleistung halte ich diese Vorbereitung für wichtiger als die eigentliche Modulmontage. Viele Entscheidungen hängen voneinander ab. Der Standort des Wechselrichters beeinflusst beispielsweise die Leitungswege, die Modulbelegung bestimmt die mögliche Stringaufteilung und die vorhandene Elektroinstallation entscheidet mit darüber, welcher zusätzliche Aufwand auf der AC-Seite entsteht.
Bei mir zeigte sich dabei früh, dass die vorhandene Installation in der Garage für die geplante PV-Anlage nicht ausreichte. Deshalb konnte die notwendige Unterverteilung von Anfang an in das Gesamtkonzept einbezogen werden, statt sie später irgendwie ergänzen zu müssen.
Das Gleiche gilt für vermeintliche Nebensächlichkeiten wie die Kommunikation zwischen Smart Meter und Wechselrichter. Auch dafür braucht es einen sinnvollen Leitungsweg. Solche Punkte wirken bei der Planung zunächst klein, können während der Umsetzung aber unnötig kompliziert werden, wenn man sie erst bemerkt, nachdem Module, Wechselrichter und Verteilungen bereits montiert sind.
Für mich ist deshalb eine der wichtigsten Erfahrungen aus dem Projekt: Wer möglichst viel Eigenleistung übernehmen möchte, sollte nicht bei der Montage anfangen, sondern bei der Planung. Je genauer das Gesamtsystem vorher durchdacht ist, desto weniger Entscheidungen müssen später auf der Baustelle improvisiert werden.
Auch die Eigenbeschaffung der Komponenten war dabei kein Selbstzweck, sondern Teil dieser Planung. Weil bereits feststand, wie die Anlage aufgebaut werden sollte, konnte ich Module, Wechselrichter, Speicher und Unterkonstruktion gezielt auswählen und anschließend nach günstigen Bezugsquellen suchen. Meine tatsächlichen Einkaufspreise und Bezugsquellen habe ich im zweiten Teil der Serie ausführlich aufgeschlüsselt.
Realistische Kosteneinsparung durch Eigenleistung
Beim Thema Eigenmontage wird schnell ausschließlich über die gesparten Monteurstunden gesprochen. Bei meiner Anlage war das aber nur ein Teil der Geschichte.
Der wesentlich größere Vorteil bestand für mich darin, dass Eigenmontage und freie Komponentenbeschaffung zusammenkamen. Ich konnte Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion und weitere Komponenten dort kaufen, wo Preis und Produkt für mich gepasst haben, statt alles aus einer Hand beziehen zu müssen.
Für Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion und die PV-seitige Verkabelung meiner 8,46-kWp-Anlage habe ich insgesamt 2.232,85 € bezahlt. Das entspricht einem reinen Hardwarepreis von rund 264 € pro kWp. Der Batteriespeicher kam separat dazu und kostete mich 1.189 €.
Diese Zahl darf man allerdings nicht mit dem Preis einer schlüsselfertigen PV-Anlage vergleichen, ohne zu erklären, was darin fehlt. Arbeitszeit, Planung, erforderliche Elektroarbeiten und weitere projektspezifische Kosten eines Komplettangebots sind darin nicht vollständig enthalten.
Genau deshalb halte ich den reinen €/kWp-Vergleich zwischen DIY-Anlage und Fachbetriebsangebot für weniger aussagekräftig, als er zunächst wirkt.
Interessanter ist die Frage: Welche Kosten konnte ich tatsächlich beeinflussen?
Bei mir waren es gleich zwei Hebel. Erstens habe ich Arbeitsleistung durch Eigenleistung ersetzt. Zweitens konnte ich die Komponenten selbst auswählen und zu günstigen Marktpreisen beschaffen. Diese beiden Effekte addieren sich.
Wer dagegen ein komplettes Materialpaket zum üblichen Endkundenpreis kauft und lediglich die Module selbst montiert, wird naturgemäß deutlich weniger sparen. Die komplette Kostenaufstellung mit den einzelnen Positionen findest du in Teil 2: 264 € statt 1.200 € pro kWp – mein Weg zu den Komponenten.
Und was ist mit Balkonkraftwerken?
Steckersolargeräte sind ein Sonderfall und sollten nicht einfach mit einer normalen Dach-PV-Anlage gleichgesetzt werden.
Für Steckersolargeräte sieht das EEG einen vereinfachten Netzanschlussprozess vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem eine installierte Leistung von insgesamt höchstens 2 kW und eine Wechselrichterleistung von insgesamt höchstens 800 VA.
Für den praktischen Anschluss gelten zusätzlich die einschlägigen technischen Anforderungen und Produktnormen. Gerade beim Anschluss über eine normale Haushaltssteckdose kommt es deshalb nicht nur auf die 800-VA-Grenze an, sondern auch darauf, dass das verwendete Steckersolargerät die dafür vorgesehenen Sicherheitsanforderungen erfüllt.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einer klassischen Dachanlage mit mehreren Kilowatt Leistung und fest installiertem Wechselrichter. Die vereinfachten Regeln eines Balkonkraftwerks lassen sich deshalb nicht einfach auf eine größere PV-Anlage übertragen.
Würde ich meine PV-Anlage wieder selbst montieren?
Ja – unter denselben Voraussetzungen wie beim ersten Mal.
Ich würde wieder selbst planen, Komponenten vergleichen, die Unterkonstruktion aufbauen, Module montieren und möglichst viele vorbereitende Arbeiten übernehmen. Gleichzeitig würde ich wieder von Anfang an einen Elektriker einbeziehen und vorher klar festlegen, wer welche Arbeiten übernimmt.
Eigenmontage ist für mich deshalb kein Selbstzweck. Wenn ich für eine Arbeit Spezialwissen, spezielle Messtechnik oder eine fachliche Berechtigung brauche, ergibt es keinen Sinn, sie nur deshalb selbst erledigen zu wollen, um sagen zu können, dass die komplette Anlage DIY ist.
Umgekehrt sehe ich aber auch keinen Grund, für jeden mechanischen Arbeitsschritt einen Fachbetrieb zu bezahlen, wenn man handwerklich erfahren ist, sich sorgfältig vorbereitet und vorher klare Schnittstellen vereinbart.
Genau in dieser Kombination liegt für mich der eigentliche Vorteil der Eigenmontage.
Fazit der Serie
Über die drei Teile dieser Serie hinweg zeigt sich für mich ein ziemlich klares Bild: Eine PV-Anlage lässt sich in Planung, Beschaffung und mechanischer Montage in erheblich mehr Eigenregie umsetzen, als man bei einem klassischen Komplettangebot zunächst vermuten würde.
Das bedeutet aber nicht, dass eine PV-Anlage ein großes Balkonkraftwerk ist, das man einfach zusammensteckt.
Gerade bei der elektrischen Installation, Prüfung und Inbetriebnahme gibt es gute Gründe für klare Grenzen. Diese Grenzen zu akzeptieren hat meine Anlage nicht unnötig verteuert – im Gegenteil: Für mich war die Kombination aus eigener detaillierter Planung, freier Komponentenbeschaffung, mechanischer Eigenleistung und professioneller Elektroinstallation der wirtschaftlich sinnvolle Weg.
Und genau das ist meine wichtigste Erkenntnis aus dem gesamten Projekt: Nicht möglichst viel selbst machen, sondern die Anlage zuerst als Gesamtsystem planen und anschließend gezielt dort Eigenleistung einsetzen, wo sie sinnvoll ist.
Wenn du die komplette Serie von Anfang an lesen möchtest:
- Teil 1: Die Komponenten verstehen – vom Balkonkraftwerk zur eigenen 8,46-kWp-Anlage
- Teil 2: 264 € statt 1.200 € pro kWp – Die Komponenten
- Teil 3: Eigenmontage vs. Fachbetrieb – meine Bilanz aus der Praxis
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Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt meine persönlichen Erfahrungen mit Planung und Montage meiner eigenen PV-Anlage und stellt keine individuelle Elektro-, Rechts- oder Versicherungsberatung dar. Elektrische Arbeiten und die Anforderungen an Anschluss und Inbetriebnahme sollten immer mit der zuständigen Elektrofachkraft und gegebenenfalls dem Netzbetreiber abgestimmt werden.